Danke, Margarete Stokowski

für Ihren ausführlichen Kommentar im Spiegel, der mit dem bemerkenswerten Absatz endet:

„Es ist mir unverständlich, warum Leute manche Entwicklungen oder Forderungen so sehr als bedrohliche Einschränkung ihrer Freiheiten oder demokratischer Grundwerte sehen, obwohl man ihnen eigentlich nichts wegnehmen will. Die Energie, die Menschen aufbringen, um sich dystopisch auszumalen, was alles Schlimmes passieren könnte, wenn trans Personen ein etwas leichteres Leben hätten, könnten sie ja auch nutzen, um sich zu informieren, was eigentlich deren Probleme und Bedürfnisse sind. Nur mal so als Idee.“

Sie haben in Ihrem Artikel (hier verlinkt) sehr offen auf den Punkt gebracht, was viele Menschen mit einer Variante der Geschlechtsentwicklung erleben und wie man sich in so einer Situation oft ohnmächtig fühlt, wenn über einen entschieden wird, anstatt einen als Menschen auf Augenhöhe und Bürger mit gleichen Rechten zu behandeln. Es ist ein Trauerspiel, wenn Parteien an solchen überkommenen Ängsten unreflektiert festhalten und Gesetzentwürfe wie den zum Selbstbestimmungsgesetz mit absurden „Argumenten“ abweisen – und besonders traurig ist es, wenn von Autoren in namhaften Zeitungen wie der Süddeutschen Zeitung unreflektiert solche Vorurteile auch noch aktiv geschürt werden und absurde Szenarien entworfen werden…
Ja, auch Medienvertreter machen manchmal Fehler und tappen in Fettnäpfchen – aber es ist doch sehr erfreulich, wenn sie etwas aus der Kritik dazulernen. Ich hoffe, dass Ihr Beitrag in dem Sinn für andere Journalist:innen eine Anregung ist, ihre Artikel zu verbessern.

 

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