Die Nachrichtenagentur epd berichtete

über die Initiative Regenbogengemeinden in der Evang. – Luth. Kirche in Bayern (hier zu finden) und das Portal evangelisch.de machte daraus einen informativen Artikel:

https://www.evangelisch.de/inhalte/185101/19-04-2021/erste-gemeinde-tritt-kirchlicher-regenbogen-initiative-bei

Im Sonntagsblatt findet man hier den Artikel von Jutta Olschewski (epd / epv)

Unseren Vereinsbeitrag dazu findet man hier: https://www.kr19.de/de/startschuss

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Der Startschuss ist gefallen…

Startschuss - Bildquelle/Bildrechte: Paulwip/Pixelio

Bildquelle/Bildrechte: Paulwip/Pixelio

Am 12. April 2021 fiel der Startschuss für die IRELKB

Was ist die IRELKB? Die Abkürzung IRELKB steht für Initiative Regenbogengemeinden in der Evang.- Luth. Kirche in Bayern. Am 12.4. fiel dafür mit dem Zugang des entsprechenden Kirchenvorstandsbeschlusses an den Vereinsvorstand von Kreuzweise-Miteinander der Startschuss für die IRELKB. Denn die Kirchengemeinde St. Lukas in München hatte durch den geschäftsführenden Pfarrer Helmut Gottschling einen Protokollbuchauszug zugeschickt, wonach damit nun offiziell die erste evangelische Kirchengemeinde Bayerns Mitglied der IRELKB geworden ist (es gab einen einstimmigen Kirchenvorstandsbeschluss). Pfarrerin Dorothea Zwölfer, die erste Vorsitzende des Vereins Kreuzweise-Miteinander e.V. freute sich darüber sehr.

Die IRELKB ist eine Initiative, die ihr Vorbild und ihre geschichtliche Wurzel in Baden-Württemberg hat. Dort gibt es eine entsprechende Initiative schon länger, denn auch dort setzen sich Christinnen und Christen für mehr Inklusion in evangelischen Kirchengemeinden ein. Bei der dieser Initiative ist dabei der Schwerpunkt, dass Gemeinden ein Willkommenszeichen für lesbische, schwule, transsexuelle / transidente und bzw. Menschen mit einer Variante der Geschlechtsentwicklung setzen wollen (abgekürzt LSBTTIQA*).

Diese Initiative wurde beim Kirchentag in Dortmund 2019 auch Pfarrerin Dorothea Zwölfer vorgestellt, die als Vorsitzende des Vereins Kreuzweise-Miteinander die Idee für diese neuartige Form der Willkommenskultur auch für die Evang. Kirche in Bayern wichtig findet und deshalb mit dem Vereinsvorstand beschloss, eine entsprechende Initiative Regenbogengemeinden in der ELKB zu starten.

Aber zu einem Startschuss gehört natürlich nicht nur eine Idee, sondern auch Informationen für konkrete Gemeinden und Kirchenvorstände bzw. Pfarrpersonen, die diese Idee unterstützen. So entstand auf der Homepage des Vereins ein Abschnitt mit Informationen zur IRELKB und einer Beschlussvorlage für den Kirchenvorstand – und am 12. April gab es dann die erste Rückmeldung einer Kirchengemeinde, die sich dieser Initiative angeschlossen hat.

Pfarrerin Zwölfer freut sich darüber und hofft auf weitere Gemeinden, die ebenfalls ein Zeichen für Offenheit gegenüber LSBTTIQA* setzen wollen und sich mit den Anliegen der IRELKB auseinandersetzen wollen.

Eines der zentralen Anliegen ist auch die Abschaffung des §42a der Pfarrstellenbesetzungsordnung, die es derzeit LSBTTIQA*- Pfarrpersonen schwerer macht als anderen Kolleg*en, sich zu bewerben.
Mehr dazu und zur Initiative findet man im Internet unter https://www.kr19.de/irelkb

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Am 11./12. Juni gibt es an der theol. Fakultät in Münster

einen Workshop mit Dr. Gerhard Schreiber und mir zum Thema Varianten der Geschlechtsentwicklung.

Das Ergebnisse einer Umfrage (via Mentimeter) unter den Studierenden findet man hier verlinkt… bzw. sieht sie in dieser Grafik. Mit dem Pfeil unten links kommt man zur zweiten Folie!

Das Plakat zur Veranstaltung kann man hier als .pdf oder hier als .jpg Datei bzw. in A3-Auflösung/Druckqualität downloaden.

Bei Facebook ist die Veranstaltung nun auch als Termin zu finden:
https://fb.me/e/2bUvWLOgC – damit kann man auch auf die Veranstaltung hinweisen…

 

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Hilfe, mein Kind hat sich als Frau geoutet…

Manchmal erreichen mich Anfragen von Eltern, deren Kind sich geoutet hat (z.B. als Frau trotz XY Chromosomensatz). Man habe bei ihr ja eigentlich die ganzen Jahre gar nichts gemerkt und nun mit 18 dieses Coming out…

Was sollen betroffene Eltern tun?

Zunächst ist klar: So ein Coming out ist für die anderen Angehörigen oft ein Schock und es braucht auf allen Seiten Zeit und Verständnis. Um das Verständnis kann man sich aktiv bemühen und sich informieren.

Dazu empfehle ich z.B. das Buch „Anne wird Tom, Klaus wird Lara“ von Prof. Udo Rauchfleisch. Ich habe hier im Blog schon mehrfach darüber geschrieben und in Absprache mit dem Verlag und Udo Rauchfleisch ein Stichwortregister zum Buch erstellt. Dieses Buch enthält auch ein Kapitel für betroffene Eltern, genauso wie eines für Lehrer, Ehepartner usw… und es ist für Menschen geschrieben, die ganz plötzlich mit dem Thema zu tun bekommen haben und noch mehr oder weniger gar nichts dazu wissen.

Daneben gibt es Facebook-Gruppen, in denen manchmal auch Angehörige mit beraten werden (z.B.  TGG Germany – gerne verlinke ich hier weitere Facebook-Gruppen, in denen Angehörige explizit willkommen sind. Bitte ggf. Info an mich!).

Hilfreich ist auf alle Fälle, die eigene Tochter, den eigenen Sohn oder ein nichtbinäres Kind zu unterstützen, denn die innere Auseinandersetzung, die man mit sich selbst führt ist schon schwer genug und das lange Verfahren der begleitenden Psychotherapie und Begutachtung empfinden viele auch als Last. Dazu kommen meistens Probleme mit dem Umfeld (z.B. Mobbing durch Schüler der gleichen Klasse/Schule, die Frage, wie man den Sportunterricht regelt, wie man in Zeugnissen der Schule namentlich erwähnt wird usw…), die einen subjektiv belasten.

Diese Unterstützung durch die Eltern kann damit anfangen, dass man versucht, den neuen Vornamen zu akzeptieren, zu verwenden (erfordert anfangs Übung) und nachzufragen, was der/die Betroffene evtl. an weiterer Hilfe und Unterstützung braucht.

Manche sind auch deshalb schockiert, weil das, was man „normalerweise“ mit dem Thema verbindet (d.h. entsprechendes Rollenverhalten im Blick auf Kleidung, Schminken…) nicht vorhanden war oder ist.
Dazu sollte einem bewusst werden, das es keine einzige wissenschaftlich fundierte Studie gibt, die klar auf Grund äußerer Merkmale (Rollenverhalten) eine Diagnose von Außen ermöglicht. Deshalb lehnen auch viele Verbände Betroffener (z.B. VDGE e.V., DGHCE, trans-evidence, DGTI…) die psychiatrische Begutachtung ab.
Vielmehr gilt das, was führende Neurobiologen sagen: Es handelt sich hier um neuronal verankerte Varianten der Geschlechtsentwicklung (vgl. z.B. die Informationen der Uniklink Ulm, die das hier zusammenfasst unter „psychischem Geschlecht“). Das bedeutet: An aller erster Stelle ist zunächst einmal den Betroffenen selbst früher oder später klar, was Sache ist. Erst danach kommt dann das Coming out…
Und auf Grund dessen, dass es nicht „die Transsexualität“ oder nur genau eine Ausprägung davon gibt, sondern viele Varianten der Geschlechtsentwicklung (sexual development), ist dann auch klar: Je nachdem, wie stark eine Variation von einer „Norm“ (d.h. „Norm-Frau“ oder besser „Mittelwert von dem, was wir als Konzept von „Frau“ im Kopf haben – und umgekehrt „Mittelwert von dem, was wir als Konuept von „Mann“ im Kopf haben) abweicht, zeigt sich das entweder auch in äußeren Verhaltensmerkmalen stark, weniger stark oder gar nicht.
Entscheidend ist aber nicht das äußere Verhalten, sondern die innere Wahrnehmung der Diskrepanz bzw. Inkongruenz zwischen dem, wie man sich selbst erlebt im Blick auf sein neuronales (psychisches bzw. Hirn-) Geschlecht. Manche spüren schon im Alter von drei oder vier Jahren, dass da eine Inkongruenz vorhanden ist und signalisieren das dann den Eltern (wie die Berichte bei Trakine e.V. zeigen). Andere spüren das in der Pubertät, können oder wollen aber in der Zeit sich noch nicht gegenüber den Eltern outen, sondern „probieren sich“ erst einmal in Rollenspielen am Computer aus und outen sich erst dann, wenn die Inkongruenz massiver geworden ist (was ja auch von der Dauer der Wirkung der Geschlechtshormone abhängt). So gibt es ganz unterschiedliche Zeitpunkte, ab wann jemand sich entscheidet, sich zu outen. Bei mir selbst war das erst spät der Fall – ich versuchte jahrelang, dagegen anzukämpfen….

Weitere Literatur zum Thema, die betroffenen Eltern weiterhelfen kann:

  • Die Broschüre „Zum Bilde Gottes geschaffen – Transsexualität in der Kirche“ mit Berichten betroffener Menschen, Fachartikeln usw…
  • Das Buch „Das Geschlecht in mir“, Hg. Gerhard Schreiber – mit vielen Fachinformationen der internationalen interdisziplinären Konferenz, die 2016 zum Thema an der Goethe Uni Frankfurt stattfand. Das Buch enthält unter anderem eine Studie von Dr. Kurt Seikowski an über 1000 Betroffenen im Blick auf den Nutzen der Hormontherapie…

Gerne ergänze ich den Artikel – bitte Feedback (z.B. per Kommentar).

 

 

 

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Wenn Schauspieler sich öffentlich outen,

dann gibt es in den sozialen Medien sehr unterschiedliche Reaktionen (z.B. bei dem entsprechenden Beitrag der ZEIT bei Facebook). Auffallend ist, wie vehement manche Menschen jeden Beitrag der neurobiologischen Forschung zur Entstehung des Phänomens „Transsexualität“, „Transidentität“ bzw. „Transgender“ verleugnen und sich dann meist auch noch klar für eine Unterscheidung von „Trans*“ und „Inter*“ aussprechen – dabei gibt es immer wieder neue Forschungsergebnisse, die sowohl diese Unterscheidung in zwei Kategorien aus biologischer Sicht in Frage stellen als auch die neurologische Verankerung vom Wissen um das eigene Geschlecht deutlich machen. Die entsprechende interdisziplinäre internationale Konferenz an der Goethe Universität Frankfurt fasste den Stand bis 2016 gut zusammen und ist ja jederzeit sogar in Form eines Taschenbuchs nachlesbar (Das Geschlecht in mir, Hg. G. Schreiber).

Liegt es an zunehmendem Fundamentalismus, wenn Forschungsergebnisse ignoriert werden? Oder an traumatisierten Erfahrungen mancher Frauen, die deshalb mit einer Vehemens Schutzräume für Frauen einfordern (durchaus im Blick auf die eigenen Erfahrungen zu Recht), und dann nicht mehr fähig sind, die eigene Sichtweise in Frage zu stellen?

Mir liegt jedenfalls sehr daran, nicht nur meine persönliche Erfahrung als Frau mit „Trans-Biografie“ zu berücksichtigen, sondern auch all das, was ich in der Seelsorge mitbekommen habe und als Basis all meiner Bloggerei natürlich eine fundierte Analyse aktueller Studien zum Thema.

Hier nun fand ich wieder einmal eine Studie, publiziert im Februar 2021 in der renomierten Fachzeitschrift Nature, in der sich (mit einer Fußnote versehen) folgender Satz als Zusammenfassung der derzeitigen neurobiologischen Forschung zu „Genderdysphoria“ (GD = Geschlechtsdysphorie bzw. NVSD) findet:

„For many years, GD has been viewed to be a result of altered cerebral sexual differentiation.“ übersetzt:
„Seit vielen Jahren wird GD als Ergebnis einer veränderten zerebralen sexuellen Differenzierung angesehen.“ 

Bei Pubmed ist die Zusammenfassung des Artikels hier zu finden.

Zum Thema „Kinder“ und „Jugendliche“ gibt es nun einen interessanten Artikel des Tagesspiegels, in dem auch eine Studie zum Thema „Detransition“ erwähnt wird.

Auch eine andere Studie zum Thema neuronale Strukturen sagt: „these point to a possible biological and genetic underpinning of GD as stemming from a discordance between gonadal and brain development.“ Quelle: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32801984/

Übersetzt: „Diese weisen auf eine mögliche biologische und genetische Untermauerung der GD hin, die auf einer Nichtübereinstimmung zwischen Gonaden- und Gehirnentwicklung beruht“ – d.h. während der Schwangerschaft entwickeln sich Genitalien und neuronale Strukturen unterschiedlich im Blick auf das Geschlecht.

 

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Das Cochrane Review zur Hormontherapie bei

Transgendern bzw. Frauen mit Varianten der Geschlechtsentwicklung ist nun vom Transevidence-Team fertiggestellt worden und veröffentlicht. Man findet es auf der Internetseite von Transevidence hier.

Bei Cochrane findet man das Review (leider nicht in voller Länge) hier im Internet.

Wir gratulieren dem Team und hoffen, dass bald weitere Publikationen von Reviews folgen und die Forschung evidenzbasierter wird.

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Die Universitätsklinik in Ulm spricht auch von „Varianten der Geschlechtsentwicklung“

und zwar (Stand 20.11.2020 – hier verlinkt) nicht nur im Blick auf diejenigen, die man früher mit dem Stempel DSD einsortierte, sondern auch im Blick auf das „psychische Geschlecht“ als Oberbegriff. Dieser Oberbegriff ersetzt also das Abkürzungsmonstrum LSBTTIQA*+ – wir haben ja schon einiges über diese Begrifflicheit VdG bzw. VSD (variants of sexual development für die Fans der englischen Sprache) in diesem Blog geschrieben. Kritisch anzumerken ist, dass es noch viel zu viele medizinische Interventionen bei Menschen mit Variante der Geschlechtsentwicklung gibt, wenn diese noch keineswegs rechtlich gesehen die Einwilligungsfähigkeit erreicht haben (Genital-Operationen bei Menschen mit uneindeutigem Genital bzw. der Diagnose DSD).

Wir befürworten medizinische Hilfe, aber (außer bei akuter Lebensgefahr) erst dann, wenn Menschen dieser Hilfe zustimmen können und wissen können, was gemacht wird und welche Folgen das haben wird/kann.
Darum ist unserer Meinung nach die Einwilligungsfähigkeit bei Operationen ein Thema, dass viele Mediziner im Blick auf die Behandlung von Menschen mit Variante der Geschlechtsentwicklung generell als Kriterium stärker reflektieren sollten. (auch für die, bei denen bislang erst Operationen mit 18 erlaubt sind – bei TS/TI ist das derzeit der Stand – d.h. sie leiden an mangelhafter med. Hilfe und könnte diese auf Grund vorhandener Einwilligungsfähigkeit sicher schon früher bekommen…- die UN-Kinderrechtskonvention sagt in Art. 24 jedenfalls: „Die Vertragsstaaten bemühen sich sicherzustellen, daß keinem Kind das Recht auf Zugang zu derartigen Gesundheitsdiensten vorenthalten wird.“).
Spannend ist dabei die Frage, wie weit Minderjährige selbst entscheiden dürfen, was ein Arzt an med. Hilfe an ihnen durchführen will. Einerseits gibt es da die UN-Kinderrechtskonvention, andererseits ist diese bislang kaum im Bewusstsein von Juristen und denen, die über solche Fragen entscheiden müssen, wie man z.B. an diesem Text mitbekommt, der die Konvention nicht erwähnt.

Besonders im Blick auf eine unkomplizierte Änderung des Vornamens- und Personenstands (siehe das neue Personenstandsgesetz) sollten sich betroffene Personen überlege, ob sie nicht auch generell lieber diesen Begriff verwenden als die veralteten Buchstabenkombinationen oder Trans-Begriffe. Das betrifft natürlich auch die behandelnden Mediziner. Sehr empfehlenswert dazu ist die Internetseite von Julia Monro dazu.

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neuronale Varianten der Geschlechtsentwicklung (NVSD) gab es

zu allen Zeiten. Das Portal queer.de berichtete über Berthold Buttgereit, einen Menschen, der bereits 1920 erreichte, so zu leben, wie er sich selbst wahrgenommen hat. Damals erstellte Magnus Hirschfeld ein entsprechendes Gutachten – anscheinend setzte sich diese „Tradition“ bis in die Gegenwart fort ohne dass bei der Gründung der Bundesrepublik jemand auf die Idee kam zu fragen, ob in einer Demokratie Menschen anders behandelt werden sollten als in einem Staat, in dem der Kaiser und die Obrigkeit eine zentrale Rolle spielen.

Ungeachtet dessen ist dieser Artikel ein Beispiel dafür, dass die Thematik kein Modephänomen oder „Hype“ ist… – weitere Gedanken zum Thema „Transsexualität in der Geschichte“ findet man in G. Schreiber, Transsexualität in Theologie und Neurowissenschaften (DeGruyter, 2016).

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Die Bedeutung von Progesteron bei der Hormontherapie von

Menschen mit Variante der Geschlechtsentwicklung (Transgendern) wird in einer wissenschaftlichen Publikation auf Pubmed hier beschrieben. Kritikpunkt ist die Frage, ob der Einsatz von Antiandrogenen angesichts deren Nebenwirkungen ausreichend reflektiert wurde und ob nicht Estradiol und bioidentisches Progesteron alleine völlig ausreichend wären für eine HRT.
Update 2021: Zum Thema Hormontherapie bei MzF Transgendern erschien nun ein Cochrane-Review, das man den Endokrinologen in die Hand drücken kann…

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Pubmed ist ja manchen bekannt,

die Medizin studieren und lernen, sich in medizinischen Datenbanken zu orientieren. Im Blick auf Menschen mit einer neuronalen Variante der Geschlechtsentwicklung ist vielleicht noch zu wenig bekannt, wie man dort auch immer wieder interessante Reviews finden kann. So ist zum Beispiel derzeit dort ein Review über die Gehirnentwicklung in Korrelation mit der Genetik zu finden:

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32801984/

Ein weiteres Indiz, wie wichtig das sogenannte „Hirngeschlecht“ bzw. neuronal verankerte Geschlecht ist und warum die Selbstaussage von Menschen mit einer neuronalen Variante der Geschlechtsentwicklung mehr zählen sollte als irgendwelche Gutachten. Dr. Claudia Haupt wies ja in ihrem bahnbrechenden Aufsatz „Sie sind ihr Gehirn“ auf die Thematik schon vor einigen Jahren hin und Christin Löhner hat die Idee von neuronalen Varianten der Geschlechtsentwicklung mit ihrerm Verbund von Selbsthilfegruppen aufgegriffen – um so schöner finde ich es, wenn auch in internationalen wissenschaftlichen Publikationen sich der Gedanke immer mehr durchsetzt, dass das „wichtigste Geschlechtsorgan zwischen den Ohren“ (in Anlehnung an Prof. M. Diamond) und nicht zwischen den Beinen sitzt. So war das ja auch schon bei der internationalen, interdisziplinären Konferenz Transsexualität in Theologie und Neurowissenschaften“ an der Goethe Universität Frankfurt ein wichtiges Statement. Schade nur, dass in der Publikation im Abstract von „abnormal“ geschrieben wird. Wenn die Natur so vielfältig ist in den Varianten der Geschlechtsentwicklung, sollte man sich mit wertenden Aussagen wie „abnormal“ sehr zurückhalten.

Update: Auch in diesem Review geht es um biologische (genetische) Hintergründe für die Entwicklung von Varianten beim Geschlecht (Transsexualität)

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