Quäle Deinen Nächsten?

Quäle Deinen Nächsten?
BDSM, Pornografie und sexualisierte Gewalt – Gemeinsamkeiten und Abgrenzungen
Vortrag und Gespräch mit Dr. Gerhard Schreiber am Do. 29.9. um 19.30 Uhr im Gemeindehaus der Erlöserkirche Erding, Friedrichstr. 11

Bild Dr. Gerhard Schreiber

Dr. Gerhard Schreiber

Als Maßstab für die Beurteilung sexueller Handlungen zwischen erwachsenen Personen dient aus Sicht einer liberalen evangelischen Sexualethik das Kriterium der Einverständlichkeit. Demnach sind nur solche sexuellen Handlungen zulässig, die in gegenseitigem Einverständnis aller Beteiligten zustande kommen, während Handlungen, die gegen die sexuelle Selbstbestimmung einer der beteiligten Personen oder gegen die Dritter verstoßen, nur entschieden abgelehnt werden können.
Allerdings stößt das Kriterium der Einverständlichkeit hier schnell an seine Grenzen: Denn ab wann beginnt und ab wann endet Einverständlichkeit – und überhaupt: Wie weit sollte Einverständlichkeit reichen können? Können damit auch solche sexuellen Handlungen gerechtfertigt werden, die wie im Falle sadomasochistischer Sexualpraktiken nicht nur dem moralischen Empfinden der Mehrheitsgesellschaft, sondern auch dem Grundsatz der Gewaltlosigkeit von Sexualität diametral entgegenstehen?
Welche Aspekte sind hierbei in Anschlag zu bringen, um zu einer tragfähigen Position zu kommen?

Der Vortrag wird zunächst einige grundsätzliche Klärungen vornehmen und den aktuellen humanwissenschaftlichen Kenntnisstand und die rechtliche Situation darlegen, um den Versuch einer Grenzziehung aus sexualethischer Sicht zu wagen.

Gerhard Schreiber ist evangelischer Theologe und Sozialethiker an der Technischen Universität Darmstadt; gegenwärtig vertritt er den Lehrstuhl für Systematische Theologie & Hermeneutik an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn. Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte u.a. Grundsatz- und Gegenwartsfragen der Bio-, Medizin- und Gesundheitsethik sowie der Sexual- und Geschlechterethik.

Eintritt frei, Spenden erbeten.

Ein Plakat (.pdf) zur Weitergabe kann man hier downloaden – hier gibt es das Plakat als .jpg Datei

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