Dana Diezemann, Pfarrer Klaus-Peter Lüdke und Dr. Henner Will waren

Gäste in der Talk-Runde „Alpha und Omega“ – Thema der Sendung: „Transidentität“. Die Sendung empfinde ich für viele, die sich mit dem Thema nicht auskennen, hilfreich (auch wenn man sich um manche Begriffe in der Community streitet). Unter anderem erklärte Dana Diezemann die Thematik, in dem sie die neurowissenschaftliche Sichtweise sehr anschaulich in die Diskussion einbrachte. Klaus-Peter Lüdke berichtete über das Coming out seines Sohnes und die ersten Erfahrungen damit – diese Erfahrungen waren für ihn Anlass das Buch „Jesus liebt trans*“ zu schreiben.
Dr. Henner Will verwies in der Sendung auf die neue AWMF S3-Leitlinie, die die bisherige Leitlinie zur Behandlung transsexueller Menschen ablöst und – so sieht er es – deutliche Verbesserungen mit sich bringt. Die Selbsthilfegruppe transident Münster findet die Leitlinie positiv.
Update: Eine ausführliche Darstellung der Neuerungen bei der S§ Leitlinie findet man im Blog von Christin Löhner hier. Danke!

Allerdings gibt es bereits jetzt Kritik an der AWMF Leitlinie durch trans-evidence. Wenn man die Leitlinie durchliest, fällt einem auf, wie wenig Menschen, die selbst vom Thema betroffen sind, bei der Entwicklung beteiligt waren. Entsprechend verwundert es auch nicht, wenn zum Beispiel die Schmerztherapie (Lokal-Anästhesie) während der Epilationsbehandlung (die in den Niederlanden zum Beispiel möglich ist), gar kein Thema ist.
Update: Auch von ATME gibt es Kritik an der Leitlinie – Grundübel sei die Denke mit Begriffen und Schubladen wie „Geschlechtsidentität“ – zur Geschichte der „Geschlechtsidentitätsdiagnostik“ schrieb ATME inzwischen ebenfalls einen Artikel.

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